Nachtwächterführung am 26.11.

Die Tage in der Herbst- und Winterzeit werden kürzer, es wird früher dunkel. Nachtwächterinnen und Nachtwächter drehen in der Kettwiger Altstadt wieder ihre Runde. Der Heimat- und Verkehrsverein (HVV) Kettwig lädt am nächsten Samstag, 26. November, zu einer offenen Nachtwächterführung durch die Kettwiger Altstadt ein, zu der man sich unangemeldet einfinden kann. Treffpunkt ist um 18:00 Uhr am Märchenbrunnen, gegenüber dem Rathaus (Bürgermeister-Fiedler-Platz). Die Führung dauert rund 2 Stunden. Die Nachtwächterin Gunild Scheid, mit Umhang, Hut und Hellebarde, erzählt während ihres Rundganges Geschichten aus der Geschichte des Ortes. Ihre Laterne wird den Weg über Straßen und Gassen beleuchten. Die Kosten betragen pro Teilnehmer 5 Euro, Kinder bis 14 Jahre sind kostenfrei.

2.000 liefen mit St. Martin durch Kettwig

Nach zwei Corona-bedingten Ausfall-Jahren konnte der Martinszug wieder durch Kettwig ziehen. Wochen vorher hat der HVV den Zug geplant, die erforderlichen Anträge bei der Stadt gestellt, Musikgruppen eingeladen und sich um 30 Helfer bemüht, die an den Straßenabsperrungen die Autos von der Durchfahrt abhalten sollten. Zum Glück ist das THG mit vielen jungen Leuten eingesprungen. Denn ohne diese Helfer hätte der Zug nicht ziehen dürfen. Arne Weber stellte sich wieder als St. Martin zur Verfügung, ein Bettler für das kleine Martinsspiel wurde gefunden. Die Stutenkerle wurden bestellt, am Martinstag mussten sie eingetütet und zur Verteilung bereitgestellt werden. Verteilt wurden sie erst nach Beendigung des Martinszuges, wer wollte, konnte eine kleine Spende geben.

Das Wetter spielte mit, es war dunkel, nicht so kalt und vor allem trocken. Das Martinsfeuer brannte und schon vor 18.00 Uhr füllte sich der Bürgermeister-Fiedler-Platz. Viele Familien mit kleinen Kindern, die fröhlich ihre selbst gebastelten Laternen schwenkten, warteten geduldig. Damit alle mitsingen konnten, wurden vorher Martinslieder verteilt. Um 18.00 Uhr setzte sich St. Martin auf einem hübschen Schimmel an die Spitze des Zuges und ritt langsam los, so dass sich alle Teilnehmer einreihen konnten. Ungefähr 2000 Personen nahmen teil. Es war sehr stimmungsvoll mit den vielen Laternen. Als der Zug dann wieder auf dem Bürgermeister-Fiedler-Platz eintraf, saß auf der Wiese schon ein Bettler, dem es kalt war und der um einen warmen Mantel bat. Die Umherstehenden sangen mit Hilfe der Kapelle das Martinslied und sahen zu, wie der Bettler einen Teil des schönen Mantels bekam! – Anschließend gab es die Stutenkerle, die die Helferinnen vom HVV und natürlich St. Martin selbst an die Kinder verteilten. Die Erwachsenen hatten die Möglichkeit, einen Glühwein zu trinken und eine Stärkung zu sich zu nehmen. Es war ein schöner Abend und der HVV dankt noch einmal allen Helferinnen und Helfern herzlich für die geleistete Hilfe.

Dank an Kosmas Lazaridis für die schönen Fotos.

St. Martin reitet wieder!

Der Martinszug mit Arne Weber als Darsteller des heiligen Martin hoch zu Pferde findet am Samstag, 12. November, statt. Der Zug startet um 18 Uhr in Begleitung zweier Musikkapellen ab dem Bürgermeister-Fiedler-Platz. Er führt über die Wilhelmstraße, Krummacher Straße und Kirchfeldstraße, biegt in die Strängerstraße ein, umrundet den Friedhof und führt über die Corneliusstraße und Kirchfeldstraße wieder zurück zum Kettwiger Rathaus. Dort findet das Martinsspiel statt und es wird ein Martinsfeier entzündet. Am Ende gibt es Stutenkerle, die wir gegen eine Spende abgeben.

1000 Jahre Nordkirchen und Besuch der Wildpferde in Dülmen

Ende September bei herrlichem Wetter unternahm der HVV eine Tagesfahrt ins münsterländische Nordkirchen. Hier findet man ein imposantes Barockschloss, das auch das Westfälische Versailles genannt wird. Natürlich gibt es dort nicht so viele pompös ausgestattete Zimmer und auch der Garten ist nicht so riesig, gleichwohl sehr schön. Das Schloss, das in den vielen Nebengebäuden heutzutage die Hochschule für Finanzen Nordrhein-Westfalen beherbergt, wurde im 16. Jahrhundert als mittelalterliche Wasserburg errichtet und unter vielen neuen Besitzern erweitert, umgebaut und modernisiert. Johann Conrad Schlaun, ein deutscher Architekt, der als bedeutendster Baumeister des Westfälischen Barocks galt, baute und vergrößerte das Schloss. Der Garten wurde nach französischem Vorbild mit Fontänen, Wasserbassins und Buchsbaumhecken konzipiert. Bei einer Führung konnten wir die vielen Deckengemälde, originalen Kronleuchter und das beeindruckende Treppenhaus bewundern. Die Einrichtung selbst war nicht original, trotzdem schön anzusehen. Anschließend ging es in den Park. Dort hatten die Künstlerinnen  Christel & Laura Lechner zum 1000-jährigen Jubiläum der Stadt Nordkirchen Skulpturen erstellt, die an 15 unterschiedlichen Standorten zu sehen waren. Es war wie eine kleine Schnitzeljagd, wir suchten die Figuren nach dem Plan und machten auf diese Weise einen Park- und Stadtrundgang. Am großen Geburtstagstisch konnten wir uns zu den lebensgroßen Betonskulpturen setzen und „mitfeiern“. An anderer Stelle konnten wir bei der Reise nach Jerusalem die Plätze wechseln. Es gab Waschfrauen, Bauhandwerker, eine „schwimmende Kaffeerunde“, eben Alltagsmenschen! Es war ein sehr schöner Ausflug! –

Zwei Wochen später fuhren wir nach Dülmen, um die Wildpferde auf dem Besitz des Herzogs von Croy zu sehen. Ungefähr 380 Stuten bewegen sich dort frei, es kommt kein Tierarzt, weder um bei der Geburt zu helfen noch die Tiere bei Krankheiten zu versorgen. Die Tiere werden normalerweise nicht gefüttert. In diesem Jahr musste aber zugefüttert werden, weil es wegen der großen Hitze zu wenig Gras gab. Dadurch hatten wir das Glück, fast alle Tiere sehen zu können, die genüsslich fraßen oder ein gemütliches Bad in Zaunesnähe nahmen. – Die Hengste leben aber in einer anderen Herde, damit es nicht zu Kämpfen kommt. Nur einmal im Jahr darf ein besonders ausgesuchter Hengst in das Stutengelände. Sobald die jungen Hengste geschlechtsreif werden, werden sie jährlich am letzten Sonntag im Mai aus der Herde gefangen und versteigert, was wohl ein tolles Spektakel ist. Jetzt im Oktober konnten wir uns die Arena ansehen, der Führer erklärte, dass die sogenannten Jährlinge dabei von jungen Männern aus der Umgebung mit der Hand aus der Herde gefangen werden. Anschließend werden die verbleibenden Stuten wieder zurück in den Meerfelder Bruch gelassen. Die Wildpferde aus dem Meerfelder Bruch sind so eine sehr widerstandsfähige Herde, die heute als letzte Wildpferdeherde Europas gilt. – Nach diesem interessanten und informativen Spaziergang fuhr der Bus nach Münster und dort konnte jeder den Nachmittag so verbringen, wie er wollte. Es hat allen viel Spaß gemacht.

Brückenschlag. Die Sanierung der Ruhrbrücke.

Am 17. Oktober finden zum zweiten Mal die vom HVV und dem Petershof gemeinsam veranstalteten „Kettwiger Montagsgespräche“ statt, die Themen aufgreifen, die viele Bürgerinnen und Bürger beschäftigen.

Diesmal geht es unter dem Motto „Brückenschlag“ um die anstehende Sanierung der Kettwiger Ruhrbrücke. Eine Nachrechnung und statische Bewertung der Brücke hat ergeben, dass eine Sanierung der Brücke für eine höhere Tonnage-Belastung zwar möglich, aber nicht wirtschaftlich wäre. Nachhaltiger ist eine Erneuerung des Überbaus unter Nutzung und ggfls. Verstärkung der vorhandenen Unterbauten.

An einem für den Verkehrsfluss so sensiblen Punkt tauchen bei einem solchen Projekt natürlich viele Fragen auf: Welche Planungsalternativen gibt es, wie kann der laufende Verkehr während der Arbeiten organisiert werden, welche Zeiträume sind realistisch? Mike Pannek, städtischer Baudirektor und Abteilungsleiter im Amt für Straßen und Verkehr wird an diesem Abend den Aufbau der Brücke und den Hintergrund des Sanierungsbedarfes erläutern und über den Stand der Planungen informieren, Fragen beantworten und sicher auch Fragen mitnehmen.

Einführend gibt der Lokalhistoriker Helmut Wissler in einem Kurzreferat mit Bildern einen Überblick über die wechselvolle Geschichte der Kettwiger Ruhrbrücken.

Kalabrien –Italiens bezaubernder Süden. 

… ob diese Behauptung stimmt, wollte unsere Reisegruppe, die mit dem HVV im September nach Kalabrien geflogen ist, vor Ort prüfen. Und es stimmte! Schon bei der Ankunft lachte die Sonne, das Meer schillerte in den verschiedensten Blau- und Türkistönen, die Bäume waren noch völlig grün. Dank des frühen Fluges konnten wir die Zimmer schon in der Mittagszeit beziehen und die Umgebung der schönen Ferienanlage in Augenschein nehmen. Am nächsten Tag trafen wir die freundliche Reiseleiterin – eine Schweizerin, durch die Liebe nach Kalabrien verschlagen –, die uns die eindrucksvollen kalabrischen Orte, Aussichten und Sehenswürdigkeiten zeigen wollte.

Vorwiegend ging die Fahrt an der wunderschönen Küste des tyrrhenischen Meeres entlang von Tropea bis Reggio di Calabrio, oftmals mit dem Blick auf den rauchenden Stromboli. Beim Besuch im Volkskundemuseum von Palmi ging es um kalabrische Bräuche. Es wurden aber auch Funde aus der Vergangenheit gezeigt, die Auskunft gaben über die Kultur Kalabriens. Sehr eindrucksvoll war die Stadt Reggio di Calabrio, zum einen wegen des imposanten Doms, aber auch wegen der Geschäftsstraßen zwischen großen, eindrucksvollen Hausfassaden, der Uferstraße mit den riesengroßen Fici di Magnolia und vor allem wegen des Archäologischen Museums. Hier waren zwei Bronze-Ritter von beeindruckender Schönheit aus dem 5.JH vor Christi Geburt zu bewundern. Per Zufall wurden sie von einem Taucher gefunden und stammen vermutlich aus der  römisch-griechischen Epoche. In der hübschen Fischerstadt Scilla verbrachten wir unsere Mittagspause mit Schwertfisch-Spezialitäten in einem gemütlichen Restaurant – direkt mit Blick auf das herrlich blaue Meer. In der alten Burg über der Stadt Scilla konnte man ein Schiff für den Schwertfischfang bewundern und anschließend bei einem Bummel durch die engen Gässchen alle möglichen Produkte von und mit Bergamotte erwerben.

Ein Ausflug nach Pizzo gehörte ebenfalls zu unserem Programm. Das Highlight neben dem berühmten Castello Aragonese, wo der Schwager Napoleons gelebt hat, bot eine Felsenkirche, die Piedigrotta, in der drei Künstlergenerationen unzählige Figuren aus dem Stein heraus gehauen haben. Im Ort Pizzo wartete dann das leckere Tartufo-Eis. Der Konditor zeigte uns, wie die köstlichen Kugeln zubereitet werden. Ein kleines Tuktuk fuhr einige von uns wieder zurück zum Bus, knatternd, schnell, fast waghalsig!

Eine Tour führte uns auch in das Inland, und zwar in das Städtchen Serra San Bruno, benannt nach dem Gründer des Kartäuserordens. Dort befand sich eine Quelle, die angeblich heilende Wirkung hat, inmitten von Buchen, großen Eichen und anderen Laubbäumen. Wenn man genau hinsah, waren schöne Steinpilze zu finden. Für die Gruppe gab es in einem hübschen kleinen Restaurant Nudeln mit eben jenen lokalen Steinpilzen.

An den freien Tagen hatten wir die Möglichkeit, die hübsche Stadt Tropea, den feinen Sandstrand, das warme Meer, frischen Thunfisch, den Swimming Pool in der Hotelanlage und dazu den köstlichen „Limoncello-Spritz“ zu genießen. Es gab auch die Möglichkeit einer Bootsfahrt zu den 5 liparischen Inseln, incl. des Stromboli.

Gesund und voll schöner sonniger Eindrücke kehrten wir nach Kettwig zurück, wo zum Glück auch noch die Sonne schien. Ein perfekter Übergang ins „normale“ Alltagsleben – aber mit besten Erinnerungen!

Museums- und Geschichtsfreunde und HVV: Gemeinsam in die Zukunft

Vor zwei Jahren haben die Museums- und Geschichtsfreunde Kettwig beim HVV nachgefragt, ob man nicht fusionieren könnte Das schöne Heimatmuseum sollte erhalten bleiben, aber der Verein ist inzwischen überaltert. Die Museumsfreunde hatten die Corona-Zeit genutzt und die Räume neu gestaltet und sortiert. Viele der Ausstellungsstücke wurden bereits digitalisiert, es gibt jedoch noch eine Menge zu tun. Es ist eine Freude, dieses kleine Museum zu besuchen und die vielen Exponate zu bestaunen, die die Kettwiger Geschichte belegen, u. a. die Zeit der Tuchmacherstadt Kettwig.

Der Heimat- und Verkehrsverein war als Fusionspartner geradezu prädestiniert und stand der Fusion natürlich wohlwollend gegenüber. – Es mussten viele Fragen geklärt werden und so zog sich die Verschmelzung in die Länge. Aber endlich waren alle Formalitäten erfüllt und der Verschmelzung stand formell nichts mehr im Wege. Das Essener Kulturamt übernimmt die Miete, das Museum wird dafür als eine Unterabteilung des Stadtarchivs und beim HVV werden die Museums- und Geschichtsfreunde in einem selbständigen Ausschuss geführt, der Ausschussvorsitzende ist Herr Wißler. Jetzt fehlte nur noch das Votum der Mitglieder.

Am 19 September wurde zu einer gemeinsamen Versammlung im Gemeindezentrum Petershof geladen. Dort wurde der sogenannte Verschmelzungsvertrag von Herrn Notar Schwarz verlesen. Anschließend stimmten die anwesenden Mitglieder beider Vereine getrennt über den Verschmelzungsvertrag ab, und zwar zur Freude aller einstimmig. Gültig wird die Verschmelzung am 30. November 2022, falls bis dahin nicht noch ein Einspruch eingelegt wird. Da die Museumsfreunde als Ausschuss geführt werden, braucht der Name Heimat- und Verkehrsverein Kettwig e.V. nicht geändert zu werden.

Monets Garten

Wir besuchten „Monets Garten“ – die Ausstellung in Mülheim. Dabei handelt es sich nicht nur um eine einfache Darstellung der Werke Monets, es ist ein Ausstellungskonzept mit modernster Multimedia-Technik. Der Zuschauer taucht ein in die Welt der Farben, die Bilder lösen sich in Farbteile und Farbstäbchen auf. Monets Haus in Giverny wird nachgebildet, eine kleine Brücke, nämlich eine Nachbildung der berühmten japanischen Brücke aus Monets Garten mit (Plastik)Glyzinien führt den Besucher in das Haus. Die Farben von Monets Garten erstrahlen im gesamten Raum als Stäbchen, die sich bei jeder Bewegung der Besucher in einen lebendigen Strom, in Kreisel, Wellen u. dgl. wandeln und umherwirbeln. Im Showroom läuft ein Film über Monets Leben. Es wird anhand seiner Werke vorgeführt, wie Monet versucht hat, das Licht in seine Bilder zu bringen, das Licht einzufangen. Die Bilder werden lebendig, und mit der Musik mit Werken von Satie, Ravel… sinkt man ein in den Seerosenteich, in Bilder von Paris, von Häfen und Landschaften. -Der Besuch hat sich auf jeden Fall gelohnt. Im Oktober werden in Mülheim Bilder von Vincent van Gogh gezeigt, mal sehen, ob wir dann ebenfalls hinfahren!

Offene Stadtführung am 24.09.

Der Heimat- und Verkehrsverein (HVV) Kettwig lädt am nächsten Samstag, 24. September, erneut zu einer offenen Führung durch die Kettwiger Altstadt ein, zu der man sich unangemeldet einfinden kann. Treffpunkt ist um 16:00 Uhr am Märchenbrunnen, gegenüber dem Rathaus (Bürgermeister-Fiedler-Platz). Die Führung dauert rund 2 Stunden. Geschichten aus der Geschichte des Ortes erzählt die Stadtführerin Katrin Engelhardt und vermittelt, dass die alten Gebäude, Straßen und Gassen immer noch viel von den Menschen zu erzählen wissen, die vor uns in Kettwig gelebt haben. Wenn es möglich ist, bezieht die Stadtführerin die evangelische und die katholische Kirche mit in die Führung ein.

Die Kosten betragen pro Teilnehmer 5 Euro, Kinder bis 14 Jahre sind kostenfrei.

Außerordentliche Mitgliederversammlung am 19.9.2022

Der HVV lädt für den 19. September um 19:00 Uhr zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung in den Petershof ein. Dabei geht es um die angestrebte Verschmelzung der beiden Vereine HVV und Kettwiger Museums- und Geschichtsfreunde. Den Verschmelzungsvertrag stellen wir hier zur Kenntnisnahme und zum Herunterladen zur Verfügung.

Die Einladung: