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Dahlienkorso in Lichtenvoorde

Die Tagesfahrt mit dem HVV führte dieses Mal nach Lichtenvoorde, um ein farbenfrohes Spektakel, nämlich den Dahlienkorso, zu erleben. Der Blumenkorso Lichtenvoorde wurde 2021 in die UNESCO-Liste des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Es handelt sich um die älteste Parade ihrer Art in den Niederlanden und findet jährlich statt – zur Zeit des zweiten Weltkrieges war er natürlich ausgefallen.

Leider sind nicht so viele Kettwiger der Einladung gefolgt – sie haben etwas verpasst! Diejenigen, die mitgefahren sind, waren begeistert von dieser farbenfrohen Parade. 4 Millionen Dahlien schmückten die bis zu acht Meter hohen 18 Wagen! Zudem gab es etliche Fußgruppen, Kids hatten kleinere Wagen gebaut, die sie auch selbst zogen. Tanz- und Musikgruppen sorgten für Abwechslung im langen Umzug. Wir erfuhren, dass bereits im Frühjahr die ersten Skizzen und Entwürfe ausgearbeitet wurden, danach startete der Baubeginn der wunderbaren großen Figuren. Jeder Wagen präsentierte sein eigenes Thema. Erst eine Woche vor dem Umzug wurde mit dem Kleben und Befestigen der Dahlienblüten begonnen. Dabei halfen Tausende Freiwillige – auch sehr viel Jugendliche. – Wir hatten das Glück, das Geschehen von einer Tribüne aus zu sehen, ein niederländischer und eine deutschsprachige Kommentatorin gaben uns Hintergrundinformationen über diese tollen Wagen! Zuerst war der Himmel leider grau und es nieselte ein wenig, aber als der Zug ansetzte, klarte der Himmel auf und immer mehr gesellte sich auch die Sonne dazu, so dass die Dahlien in ihren vielen Farben leuchteten. Anschließend wurden die Wagen auf einem Ausstellungsgelände abgestellt und die Besucher konnten sie sich noch einmal ganz in Ruhe aus der Nähe ansehen und fotografieren. Am späten Abend ermittelt dann die Jury die drei ersten Preisträger! Natürlich haben wir am nächsten Morgen online nachgesehen, wer gewonnen hat. Wir waren uns einig, dass wir froh waren, nicht in der Jury zu sitzen. Alle Wagen waren klasse! (Gewonnen haben „Trumpf“, „Uhrmacher“ und „Albtraum“). Es war auch interessant zu beobachten, dass nicht etwa ein Trecker den Wagen zog, sondern immer im Untergrund junge Männer die Wagen schoben. So war es auch nicht nötig, alles strikt abzusperren wie bei unseren Rosenmontags-Umzügen. Die Zuschauer hatten sich teilweise Stühle mitgebracht und saßen direkt am Paradenweg. Es war eine tolle Stimmung! – Froh und zufrieden und voller Eindrücke, die man so schnell nicht vergisst, kehrten die Kettwiger nach Hause – wo inzwischen ebenfalls der Regen aufgehört hatte!

Rita Forstmann