Autor: Peter Marx

Monets Garten

Wir besuchten „Monets Garten“ – die Ausstellung in Mülheim. Dabei handelt es sich nicht nur um eine einfache Darstellung der Werke Monets, es ist ein Ausstellungskonzept mit modernster Multimedia-Technik. Der Zuschauer taucht ein in die Welt der Farben, die Bilder lösen sich in Farbteile und Farbstäbchen auf. Monets Haus in Giverny wird nachgebildet, eine kleine Brücke, nämlich eine Nachbildung der berühmten japanischen Brücke aus Monets Garten mit (Plastik)Glyzinien führt den Besucher in das Haus. Die Farben von Monets Garten erstrahlen im gesamten Raum als Stäbchen, die sich bei jeder Bewegung der Besucher in einen lebendigen Strom, in Kreisel, Wellen u. dgl. wandeln und umherwirbeln. Im Showroom läuft ein Film über Monets Leben. Es wird anhand seiner Werke vorgeführt, wie Monet versucht hat, das Licht in seine Bilder zu bringen, das Licht einzufangen. Die Bilder werden lebendig, und mit der Musik mit Werken von Satie, Ravel… sinkt man ein in den Seerosenteich, in Bilder von Paris, von Häfen und Landschaften. -Der Besuch hat sich auf jeden Fall gelohnt. Im Oktober werden in Mülheim Bilder von Vincent van Gogh gezeigt, mal sehen, ob wir dann ebenfalls hinfahren!

Offene Stadtführung am 24.09.

Der Heimat- und Verkehrsverein (HVV) Kettwig lädt am nächsten Samstag, 24. September, erneut zu einer offenen Führung durch die Kettwiger Altstadt ein, zu der man sich unangemeldet einfinden kann. Treffpunkt ist um 16:00 Uhr am Märchenbrunnen, gegenüber dem Rathaus (Bürgermeister-Fiedler-Platz). Die Führung dauert rund 2 Stunden. Geschichten aus der Geschichte des Ortes erzählt die Stadtführerin Katrin Engelhardt und vermittelt, dass die alten Gebäude, Straßen und Gassen immer noch viel von den Menschen zu erzählen wissen, die vor uns in Kettwig gelebt haben. Wenn es möglich ist, bezieht die Stadtführerin die evangelische und die katholische Kirche mit in die Führung ein.

Die Kosten betragen pro Teilnehmer 5 Euro, Kinder bis 14 Jahre sind kostenfrei.

Außerordentliche Mitgliederversammlung am 19.9.2022

Der HVV lädt für den 19. September um 19:00 Uhr zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung in den Petershof ein. Dabei geht es um die angestrebte Verschmelzung der beiden Vereine HVV und Kettwiger Museums- und Geschichtsfreunde. Den Verschmelzungsvertrag stellen wir hier zur Kenntnisnahme und zum Herunterladen zur Verfügung.

Die Einladung:

HVV lädt ein: Feierabendtreff mit Dixie & Fahrt zum Schloss Nordkirchen

Am 8. September 2022, beginnend um 16.00 Uhr findet der 5. und für dieses Jahr der letzte Feierabendtreff auf dem Bürgermeister-Fiedler-Platz statt. Dazu lädt der HVV herzlich ein. Dieses Mal hat der HVV die „zwei Dixieländer“, die schon das Heimatfest musikalisch begleitet haben, eingeladen und wir freuen uns auf einen stimmungsvollen Saisonausklang!

Im übrigen sind auch noch Busplätze frei für die Fahrt zum Schloss Nordkirchen, das münsterländische Versailles. Anlässlich des 1000 jährigen Stadtjubiläums haben zwei Künstlerinnen lebensgroße Skulpturen geschaffen, die berührende Momentaufnahmen zeigen, nämlich das gelebte Leben in ungeschönter Form. Tagesausflug am 29.09, nähere Infos hier.

Eine Sommerfahrt ins Wendland und die Lüneburger Heide

Anfang August fuhr eine fröhliche Gruppe mit dem HVV ins Wendland. Nach einem kurzen Stopp in Hameln, wo wir uns mit dem Rattenfänger die ersten Hansehäuser angesehen haben, erreichten wir unser schönes, rustikales Hotel, nämlich das 1. Deutsche Kartoffelhaus in Lübeln. Lübeln ist ein sogenannter Rundling im Wendland, wovon es noch einige gibt. Lübeln und noch 17 andere wendländische Rundlinge bewerben sich um die Anerkennung als UNESCO-Weltkulturerbe. Eine genaue Vorstellung vom Leben im Rundling „anno dazumal“, erhielten wir im Freilichtmuseum „Wendlandhof“  direkt neben unserem Hotel. Hier wird die wendländische Geschichte des 18. und 19. Jahrhunderts durch Gebäude, alte Bauerngärten, Exponate und Ausstellungen erleb- und vor allem begehbar gemacht. Unser Hotel bestand aus ehemaligen Hallenhäusern und Stallungen, die sehr schön umgebaut und renoviert waren. Es gab jeden Tag ein ausgesprochen gutes Abendessen in Buffetform und es gab immer Kartoffeln in irgendeinem lecker zubereiteten Gericht: Aufläufe, Bratkartoffeln, Pellkartoffeln, Kartoffelsalat, Reibekuchen usw. Das Essen konnten wir wahlweise in der sogenannten Marktscheune oder in dem schönen Biergarten unter schattigen Bäumen genießen.  Aber nicht nur das Abendessen, auch das Frühstück war klasse und sehr vielseitig. – .

Es standen auch schöne Orte auf dem Besichtigungsprogramm. Wir machten eine Kutschfahrt bei sehr heißem Wetter durch die Nemitzer Heide, die leider wegen der überall herrschenden Trockenheit nicht blühte. Die Nemitzer Heide ist noch sehr jung – erst 40 Jahre. Ein Schäfer und seine 280 Heidschnucken und 70 Ziegen helfen, diese junge Heide mit den großen Heideflächen zu erhalten. Die Schafe und Ziegen dienen dabei  als vierbeinige Landschaftspfleger. In der Heide gibt es wunderschöne Wanderwege, wegen der Hitze hielten wir uns jedoch lieber im Schatten auf. In Lüchow lud neben den wirklich schönen Fachwerkhäusern das Rolling-Stones-Museum zu einem Besuch ein. In Hitzacker bummelten wir durch die hübsche kleine Innenstadt, machten einen Abstecher an die Elbe, wo natürlich wegen des Niedrigwassers kein Schiffverkehr möglich war. In Hitzacker gibt es auch eine Heinzelmann-Sage, und viele kleine Heinzelmänner waren als keine Bronze-Figuren im Ort aufgestellt. In der Festungsstadt Dömitz waren so viele Baustellen, dass wir mit unserem langen Bus nicht halten und die fünfeckige Wehranlage nicht besuchen konnten. Stattdessen spazierten wir durch den Park von Schloss Ludwigslust, was ein wunderschöner Ersatz war. Ein Ausflug in die Lüneburger Heide brachte uns zunächst zu dem eindrucksvoll von Friedensreich Hundertwasser gestalteten Bahnhof in Uelzen. Aber auch die Lüneburger Heide zeigte wegen der Trockenheit kaum Blüten. Wir hatten allerdings als Tipp eine Stelle benannt bekommen, wo die Heide tatsächlich schon – wenn auch sehr zaghaft – blühte. Ein kurzer Spaziergang durch dieses Stück blühender Heide zwischen den Wacholderbüschen tat gut. – In der schönen Hansestadt Lüneburg hatten wir dann tatsächlich einige Tropfen Regen abgekriegt! Im beschaulichen Bad Bevensen schmeckte uns der köstliche Buchweizenkuchen! Auf dem Rückweg nach Kettwig machten wir noch einen kurzen Halt in Celle, ebenfalls eine bildschöne Hansestadt mit wunderschönem Fachwerk  und zusätzlich einem Schloss mit Schlosspark. Danach ging es dann wirklich nach Hause – eine sehr schöne Woche ging zu Ende.

Heimatfest: Gemeinsam gefeiert

Der Heimat- und Verkehrsverein lud ein zum Heimatfest

Man denkt, dass der Begriff Heimat an Aktualität verloren hat. Heimat hört sich ein wenig verstaubt an. Aber gerade wegen der vielen weltweiten Kriege bekommt „Heimat“ einen wichtigen neuen Aspekt. Viele verlieren ihre Heimat, flüchten aus der Heimat, versuchen, in einem anderen Land heimisch zu werden. –

Der Heimat- und Verkehrsverein Kettwig hat ein Heimatfest geplant, ein Fest von Kettwigern für Kettwiger. Damit wollte er neue Wege für ein Kettwiger Fest gehen. Dabei stand nicht der Kommerz im Vordergrund, sondern das gemeinschaftliche „tafeln“. Im Schatten unter den großen Platanen auf dem Marktplatz wurden 3 Reihen von Tischen und Bänken aufgestellt. Jeder, der mit Freunden, Verwandten, Vereinsmitgliedern feiern wollte, konnte im Vorfeld einen Tisch mieten. So wurden 66 Tische aufgestellt, die Feier begann am 20.8. gegen 16.00 Uhr. Jeder konnte seinen Tisch dekorieren, den Picknick-Korb mitbringen, um gemeinsam zu essen und zu trinken, um Freunde und Bekannte zu treffen, zu spielen oder einfach nur zu klönen. Es wurde ein großes Gemeinschaftsfest mit vielen Kettwigern. Die Tische waren voll von Leckereien, Fingerfood, Kuchen, Getränken. Natürlich gab es auch einen Bier- und Weinstand, Grillgerichte vom Food-Truck, der UNESCO-Club hatte Würstchen und Frikadellen im Angebot. Es herrschte an allen Tischen Feier-stimmung, Frohsinn, Unterhaltung! Musikalische Untermalung gab es durch das Ruhr Sound Orchester und eine Zwei-Personen-Dixie-Kapelle, die sogar zum Tanzen verleitete.-

Allen hat dieses Fest gut gefallen, es gab viel Lob für den Kettwiger Heimat- und Verkehrsverein, der vielleicht im nächsten Jahr wieder so ein tolles Fest planen wird.

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„Offene Kettwiger Stadtführung“

Der Heimat- und Verkehrsverein (HVV) Kettwig lädt am nächsten Samstag, 27. August, erneut zu einer offenen Führung durch die Kettwiger Altstadt ein, zu der man sich unangemeldet einfinden kann.

Treffpunkt ist um 16:00 Uhr am Märchenbrunnen, gegenüber dem Rathaus (Bürgermeister-Fiedler-Platz).

Die Führung dauert rund 2 Stunden. Geschichten aus der Geschichte des Ortes erzählt der Stadtführer Ulrich Stiehler und vermittelt, dass die alten Gebäude, Straßen und Gassen, immer noch viel von den Menschen zu erzählen wissen, die vor uns in Kettwig gelebt haben. Wenn es möglich ist, bezieht der Stadtführer die evangelische und die katholische Kirche mit in die Führung ein.

Die Kosten betragen pro Teilnehmer 5 Euro, Kinder bis 14 Jahre sind kostenfrei.

Das zerbrechliche Paradies

Im Juli lud der HVV ein zu einem Besuch des Gasometers. Dort wird „das zerbrechliche Paradies“ gezeigt und wir konnten uns davon überzeugen, dass wir noch in einem Paradies leben, das aber tatsächlich sehr zerbrechlich ist. In der unteren Etage überzeugten die phantastischen Bilder von den Schönheiten unseres Planeten, aber auch, wie die Natur und die Tierwelt sich bereits auf die Errungenschaften der Menschen eingestellt haben und damit leben. Ein Affe bedient z. B. ein Smartphone so , wie er es bei den Menschen gesehen hat, ein Waschbär hat sich ein altes Auto als Bau ausgesucht und lebt schon lange mit seiner Familie in dem Auto. Wir sahen Bilder von Vulkanen, von der Macht der Winde, der Kraft des Wassers. – Auf der nächsten Ebene wird klar, dass die Menschen dem Planeten bereits arg zugesetzt haben, das Paradies kann bald zerbrechen: Hochwasser-Katastrophen, das Schmelzen der Pole und dadurch bedingt das Steigen der Meeresspiegel, Brände, Versandungen und zu große Hitze, der viel zu hohe Wasserverbrauch. Die großen Metropolen der Welt sind oft nahe am Wasser gebaut mit Riesen-Wolkenkratzern und der stetigen Gefahr, durch Tsunami-Wellen unterzugehen. Wir sahen Bilder von Bäumen, die nicht mehr von Bienen, sondern Menschen bestäubt werden müssen, Tiere, die Müll fressen oder sich im Plastikmüll verwickeln, Berge von Mikroplastik, die natürlich auch immer mehr im Menschen angereichert werden. Aber die Ausstellung zeigt auch, dass es immer mehr Versuche gibt, dem entgegenzuwirken und Lösungen zu finden: Sei es, durch begrünte Fassaden und Dächer, durch Renaturierungen der kanalisierten Flüsse. Beispielhaft sahen wir ein Bild von der kanalisierten Emscher und der nach der Renaturierung wieder fröhlich durch grüne Landschaft fließenden Emscher (es ist das zur Zeit größte Renaturierungsvorhaben Europas). – Ein weiterer Höhepunkt ist die im 100 Meter hohen Luftraum hängende Skulptur der Erde, auf die aktuelle Satellitenbilder projiziert werden: die aktuelle Flugtätigkeit, wobei Europa einem dichten Spinnennetz ähnelt, die heißesten Gegenden, die Strudel der Meere, das Aufkommen der Winde, die zur Zeit grünsten Gegenden und natürlich das langsam schmelzende Eis der Arktis. – Wir waren einhellig der Meinung, dass das Ziel der Ausstellung, die schützenswerte Schönheit unseres Planeten zu zeigen und gleichzeitig an jeden zu appellieren, sich an den Lösungsansätzen zu beteiligen, voll erreicht wurde. Ein Besuch dieser Ausstellung lohnt auf jeden Fall!

Heimatfest: Bucht jetzt Eure Tische

Das Kettwiger Heimatfest am 20. August 22: Lange Tafel(n) in der Altstadt!

Das wird ein Fest! Mit der langen Tafel auf dem Marktplatz will der HVV ein neues Festformat ausprobieren: Unkommerziell, experimentell und mit der Einladung an alle Kettwiger Vereine und Akteure, sich einzubringen.

Im Mittelpunkt steht dabei eine lange Tafel mit 100 Biertischgarnituren, die in mehreren Reihen unter den Platanen auf dem Marktplatz eine fröhliche Tafel- und Festatmosphäre bieten. Hier können sich Bürger, Vereine, Familien, aber auch Firmen und Gastronomen gegen eine kleine Gebühr Tische reservieren und an diesen picknicken, spielen, Freunde und Kunden treffen etc.

Flankiert wird das Fest von Walkacts und Wandelmusik – und den Beiträgen der Mitfeiernden.

Wer kein eigenes Essen und Trinken mitbringen möchte, kann sich auch bei den Essensstationen, dem Bierwagen von Arne Weber und dem HVV-Weinstand versorgen.

Insgesamt also ein Fest von Kettwigern für Kettwiger und ihre Gäste, bei dem die Begegnung und die lokale Identität im Mittelpunkt stehen.

Die Tische können gegen eine Kostenbeteiligung von 40 € online gebucht werden.

Anmeldung über hvv-kettwig.de/heimatfest – oder einfach auf diesen Link klicken.

Besuch der Küppersmühle in Duisburg

Im Juli lud der HVV ein zu einem Besuch der Küppersmühle in Duisburg. Gezeigt wurde die „normale“ Ausstellung, die Sonderausstellung befand sich gerade erst im Aufbau. Zunächst konnten wir einen Blick auf den Erweiterungsbau werfen, der von weitem gar nicht auffiel, von nahem konnte man aber die aufwendig hergestellten Ziegel sehen. Im Zuge des Erweiterungbaus wurden auch die historischen Silos erschlossen und in den Bau integriert. Früher war die Küppersmühle der sogenannte Brotkorb von Duisburg und Umgebung. Weil das nicht mehr nötig ist, da das Getreide heute weitestgehend aus anderen Ländern eingeführt wird, wurde die Küppersmühle daher von den Besitzern als Museum für die moderne Kunst umgewandelt. Innen fiel zunächst das einzigartige Treppenhaus auf, das aussah, als wäre es aus Holz. Wunderschön geschwungene Treppen führten in die 3 Etagen, früher 6! Jeweils zwei Etagen wurden zusammengefasst. Der Blick nach oben ließ an eine Skulptur denken. In den großen, hellen Ausstellungsräumen sahen wir Werke der modernen Kunst, u. a. von  Georg Baselitz, Anselm Kiefer, Markus Lüpertz, Gerhard Richter und von vielen anderen Künstlern. Die inszenierten Waldphotografien von Anna und Bernhard Blume waren außergewöhnlich. – Voll der schönen kulturellen Eindrücke begaben wir uns zu einer geruhsamen zweistündigen Fahrt durch Deutschlands größten Binnenhafen, nämlich den Duisburger Hafen. Die Sonne schien, wir schipperten durch die verschiedenen Hafenbecken, an Frachtkähnen und Lagerhäusern vorbei, ein Stück über den Rhein, die Ruhr und die vielen Seitenarme. Es war ein rundum gelungener Tag. – Vielleicht besuchen wir die Küppersmühle noch einmal zu einer Wechselausstellung und/oder das Museum der Deutschen Binnenschifffahrt in Duisburg mit einem anschließenden Besuch des Duisburger Innenhafens mit seinen Restaurant-Terrassen.