Auf zur Landesgartenschau in Neuss
Dass es in diesem Jahr im Juni so heiß wurde, war nicht vorauszusehen. Trotzdem stand die Busfahrt zur Landesgartenschau in Neuss auf dem Programm des HVV, verbunden mit einem Besuch der kleinen hübschen Stadt Zons.
Es war so heiß, dass die kleine HVV-Gruppe der einzige Besucher des neuen und schön angelegten Parks war. Im Schatten der Bäume konnte man es gerade noch aushalten. Anfangs schlenderten wir noch durch die schönen Nutzgartenanlagen und erfreuten uns an den Stangenbohnen, wo die Stangen den Gartenzaun ersetzten. Auch die bunten Blumen am Anfang begeisterten uns. Je mehr wir jedoch in den Park gingen, desto mehr große Rasenflächen ohne Bäume / Schatten erwarteten uns, und daher war schnell klar, das nächste Restaurant war unseres. In dem Zelt war eine große Blumenshow aufgestellt mit riesigen Hortensien und Orchideen. Aber auch Hüte !!! und Gartenaccessoires gab es zu kaufen.
Auf die Frage eines Gastes nach einem Frühstück kam die Antwort: Jetzt noch??? Es war 11.15 Uhr !!! und nicht überfüllt. Also gab es einen erfrischenden Salat. Der Rest begnügte sich mit Kaffee oder Wasser.
In der Landesgartenschau gab es noch Teile der Rennbahn zu sehen, die gut integriert war. Gegen Mittag war es so unerträglich heiß, dass einige den Park verließen um in die Stadt zu gehen. Der Markt war nur 500 Meter entfernt. In der schönen Innenstadt von Neuss konnte man prima unter alten Bäumen oder Pavillons sitzen und die Stadt war überall mit bunten Blumen geschmückt. Man hatte fast den Eindruck, dass es außerhalb der LGS mehr blühende Blumen gab, als drinnen. Es war kein Problem den Park zu verlassen und wieder rein zu kommen. Auf dem Rückweg in den Park am Westend sahen wir Dampf aus einem Gebäude aufsteigen. Wir dachten erst, es würde brennen, bis uns der Ordner am Eingang darauf aufmerksam machte, dass es ein Kunstwerk sei und es Wassernebel überm Dach war, der uns alle paar Minuten erfrischen sollte. Wir haben es natürlich ausprobiert. Schön war’s !
Nun hatten wir genug Sonne und Park und begaben uns zum Ausgang, wo wir auch alle Teilnehmer – leicht erschöpft, aber guter Stimmung wiedertrafen und fuhren nach Zons. Als erstes stürmten wir die Eisdiele an der alten Stadtmauer – sehr idyllisch gelegen und nett mit Blumen und Figuren dekoriert. Einige hatten den Eingang verpasst und liefen direkt in die Stadt. Eine Stadtbesichtigung war bei dieser Hitze -inzwischen 37 Grad – unmöglich. Es war auch weiter kein Mensch auf der Straße. Eigentlich ist das ganze kleine Örtchen mit seinen teilweise schmalen Gassen, den gut erhaltenen Häusern und den Denkmalen aus dem Mittelalter sehenswert. Die Rheinauen und die Umgebung von Zons laden zu langen Spaziergängen ein. Nur nicht heute.
Nachdem die halbe Gruppe – Eis gekühlt – die schöne Eisdiele verlassen hatte und Richtung Stadt ging, sahen wir schon den Rest in einem netten Biergarten im Schatten sitzen . Große Freude und Begeisterung über ein frisches alkoholfreies Bierchen oder….. und ein Wiedersehen mit alten Bekannten aus Kettwig, als hätte man sich Jahre nicht gesehen.
Eins kann man sagen, auch wenn eine Tour nicht so läuft, wie gewünscht oder geplant, der Stimmung macht es keinen Abbruch. Wir hatten einen sehr netten Tag – ein Treffen mit Freunden. Keiner hat gemeckert, keiner hat geklagt. Am Ende war es doch wunderschön.
Chr. Broders
























